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RA Andreas Mayer ist Mitglied mehrerer anwaltlicher Vereinigungen mit dem Schwerpunkt Anlegerschutz.
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RA Andreas Mayer engagiert sich für Aus- und Weiterbildung und ist in mehreren Ausschüssen aktiv.
Anlegerschutzanwälte
Wir fördern mit anderen Anwaltskanzleien seriösen und wirksamen Anlegerschutz
Lehman Brothers Zertifikate - Schadensersatzforderung gegen Bank
Im Dezember 2008 und Januar 2009 haben wir in vielen Gesprächen mit Lehman-Geschädigten den Eindruck gewonnen, dass Lehman Zertifikate insbesondere an sicherheitsorientierte und überwiegend auch ältere Anleger verkauft wurden. Es ist hierbei auffallend, dass oft Anleger, die früher nur Sparverträge oder aber konservative Fonds bzw. Anleihen gehalten hatten, ab 2007 vermehrt durch Bankberater in Zertifikate der Lehman Brothers Treasury COBV gelockt wurden. Hierbei wurde in den meisten Fällen lediglich die interessante Verzinsung der Zertifikate herausgehoben, ohne auf die Verlustrisiken hinzuweisen.
Das Risiko des Unterschreitens von Kapitalschutzbarrieren wurde oftmals, wenn es denn überhaupt thematisiert wurde, verharmlost. Das Risiko, dass ein hoher Verlust aus den Zertifikaten resultieren könne, wurde als absolut unwahrscheinlich dargestellt.
Dem gegenüber sind aber bankinterne Unterlagen uns bekannt, die darauf hinweisen, dass die Banken sehr wohl untereinander bereits Anfang 2007 die Bonitätslage der Investmentbanken, insbesondere auch von Lehman Brothers Holdings Inc., kritisch beurteilt haben. Auffällig ist somit besonders, dass gerade zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bonität sich zunehmend verschlechtert hat, ein wahres Emissionsfeuerwerk von Lehman Brothers Zertifikaten zu verzeichnen war.
Viele Teilnehmer an Vortragsveranstaltungen die Rechtsanwalt Mayer im Auftrag der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V. durchgeführt hat, berichteten davon, dass sie vor 2007 keine Zertifikate kannten. Obwohl also regelmäßig eine neue Anlageklasse den Anlegern empfohlen wurde, ist dennoch eine umfassende und ausführliche Aufklärung über die oftmals sehr komplex und verschachtelt konstruierten Bedingungen der Zertifikate nicht erfolgt. Auch konnten viele Anleger mangels eigener Anlageerfahrung nicht beurteilen, welche Risiken in den auf Basiswerte wie z. B. den Nikkei Index u. a. bezogenen Zertifikaten tatsächlich enthalten sind. Wir sind der Auffassung, dass die komplex konstruierten Zertifikatbedingungen umfassend hätten dargestellt werden müssen und ins Verhältnis zu der Entwicklung der Basiswerte gesetzt werden müssen. Denn nur dann kann der Zertifikatkäufer zumindest annähernd beurteilen, in welchem Umfang er ein Risiko bezüglich des Unterschreitens von Kapitalschutzbarrieren eingeht.
Die bankinternen Risikoindikatoren, die bereits frühzeitig anzeigten, dass die Bonität der Lehman Brothers Holdings Inc., der Garantin für die meisten europäischen Zertifikate von Lehman Brothers, kritisch zu beurteilen ist, lagen bereits Anfang 2007 vor. Sehen hierzu auch das Interview von Rechtsanwalt Andreas Mayer in der Finanztest Ausgabe 2/2009 und in der Rheinischen Post Online, http://www.rp-online.de/public/article/leverkusen/664665/Bei-Lehman-verhalten-optimistisch.html .
Freiburg, den 24.01.2009